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Bienenzucht

     Geschichte der Bienenhaltung
Meist aus einer ÃƓberschusssituation im Mai entwickelt sich die Schwarmstimmung.
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Alter der Gattung ca. 90 Millionen Jahre
-  Erster Fund von Honigbienen in 50 Mio altem Bernstein (oberes EozĂ€n)
-  Nutzung von Honig und Bienenbrut als Nahrung in der Steinzeit, JĂ€ger und Sammler, Nutzung von Rauch zum VerdrĂ€ngen der  Bienen auf Höhlenzeichnung vor 10.000 Jahren

- Erste Bienenhaltung im vorderen Orient, 4000 v.Chr. in Ägypten kommt Biene in Brauchtum und Kulthandlungen (besondere WertschĂ€tzung), weiterhin in ersten SchriftstĂŒcken und Zeichnungen / Bildern in Indien und Griechenland / Rom "Naturgeschichte" von Aristoteles (384-332 v. Chr.).

- Im Mittelalter Zunft der Zeidler (Bienenhaltung auf BienenbĂ€umen) und Beutler mit besonderen Rechten (WaffentrĂ€ger). Technik der partiellen Entnahme von Waben zur Anregung des Neubaus. Wachs- und Honigzinsabgaben an Lehnsherren. EinfĂŒhrung von Strohkörben.

Logo- Im 19. Jh. Mobilbau mit Wechselrahmen u.  Magazinimkerei, Mittelwandpresse und Honigschleuder erfunden. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Bedeutung der Biene bei BestĂ€ubung der Pflanzen, Fortpflanzungs- und Vererbung, kĂŒnstliche Besamung, Wirkung der Bienenerzeugnisse (Honig, Wachs, Pollen, Gifte, Gellee Royal = Weiselfuttersaft
1880 wurde der "Deutsche bienenwirtschaftliche Zentralverein" gegrĂŒndet, aus dem 1907 der ganz Deutschland umfassende "Deutsche Imkerbund e.V wurde.

2.      Auszug zum Thema Bienenzucht-Verein Frömern

Hauptzweck ist die Auseinandersetzung mit bienenwirtschaftlichen Tagesfragen in VortrÀgen und Besprechungen. Der Haushalt des Vereins betrÀgt im Laufe der Zeit zwischen 50 -500RM.

Bei GrĂŒndung des Vereins und der Satzungslegung ist dieser unter dem westfĂ€lischen Verein fĂŒr Bienenzucht angesiedelt. Die GrĂŒndung wurde in KessebĂŒren am 26.Mai 1889 vollzogen.
(Bild 1 und 3 der Satzung) Die Korrekturen sind in der Urfassung in Blei ergÀnzt und sind bei Neufassung der Satzung eingetragen worden.

Vorstandsmitglieder bei GrĂŒndung:
Lehrer Altena KessebĂŒren, Diedrich Klemp Frömern, Gottfried Brinkmann KessebĂŒren, Dietrich BrĂ€er Frömern, Rendant
Vereinsmitglieder: Schauwienold Frömern, Schimmel KessebĂŒren, H. Maßmann KessebĂŒren, Hagge, Friedrich Lange Frömern

Das Vereins- und Protokollbuch ist relativ gut erhalten und wird dem Fundus des Heimatvereins Frömern zugeordnet.

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Am 22.02.1922, nach den Kriegsgeschehnissen des ersten Weltkriegs, erfolgt eine Wiederbelebung durch neue ĂŒberarbeitete Satzung und GrĂŒndungsversammlung. Auch diese Satzung ist noch im Wortlaut erhalten.
Vorstandsmitglieder nach dieser Neufassung sind :
Dietrich BrĂ€er 1.V,  Friedrich Petersmann 2.V,  Fritz Koch SF,  K.Hartleib 2.SF, Wilhelm Hengst Rechn-F,
Wilhelm Lobbe, Heinrich Schauhoff

Weitere Besucher- / Mitglieder-Namen aus dem Protokollbuch: Franz Klemp, F.Maßmann, HĂ€seler, Köhle, Lechterbeck, Lobbe, Barthold, Hollmann, JĂ€ger, Voß, Gerhard, Hollmann, Reinold, Hartlieb, BĂŒcker, Brackelmann, Cordes SchĂŒrmann, Korth, Besing, Betzinger, Kost, Basse, Frens, Holtheuer, Koch, Flotmann, Surmann, HĂŒttenbrauck, Kiedrowsky.
Organ zur Weitergabe von Information ist die westfÀlische Bienenzeitung
 

Einziges vorliegendes Fotodokument zu dieser Geschichte ist das alte Bienenhaus von Friedrich Lange, am „dicken Birnbaum“ im Appelhof stehend. Dieses ist bis in die 50er Jahre, auch wenn verfallend, erhalten geblieben.

Anfangs waren die Veranstaltungen sehr hĂ€ufig und regelmĂ€ĂŸig, spĂ€ter 1x pro Jahr, noch spĂ€ter auch in AbstĂ€nden von mehreren Jahren. Die Tagungsorte wechselten zwischen KessebĂŒren, Landwehr bei Frömern, KessebĂŒren / Bimberg, Frömern, OstbĂŒren, Fröndenberg, Langschede, Strickherdicke, Wilhelmshöhe,.

 

3.     Wissenswertes zur „ fleißigen Biene“

Flugweite der Arbeiterin betrĂ€gt 1 bis 2 km, fliegt tĂ€glich 7 bis 15 mal aus, jeweils 25 bis 45 Minuten, Zwischenaufenthalt im Stock 5 Minuten. Die Fluggeschwindigkeit betrĂ€gt 20 bis 25 km/h. Die Energie fĂŒr den Flug entnimmt die Biene dem Honigzucker. Sie nimmt einen der Entfernung angemessenen Honigvorrat in der Honigblase mit. Auf 1 km Flug verbraucht sie etwa 2 mg Zucker. FĂŒr die FĂŒllung der Honigblase (50 bis 60 mmÂł) ist der Besuch von 15 bis 100 BlĂŒten erforderlich. FĂŒr die Erzeugung von 1 kg Honig sind etwa 3 kg Nektar zu sammeln. Das entspricht 60 000 HonigblasenfĂŒllungen und - bei einer mittleren Flugweite von 800 m - einer Flugstrecke von 40 000 km = einer Erdumkreisung.
 Eine Arbeitsbiene wiegt 0,1 g. Eine heimkehrende Sammlerin wiegt um die HĂ€lfte mehr durch Nektar oder um ein Drittel mehr durch Pollen. Eine Pollenladung ist das Ergebnis von ca. 100 BlĂŒtenbesuchen. Etwa 20 Pollenladungen sind fĂŒr die FĂŒllung einer Pollenzelle erforderlich.
40 000 Bienen brauchen tĂ€glich etwa 40 g Wasser. 6000 Brutzellen brauchen weitere 140 g Wasser. FĂŒr 180 g Wasser sind 18 000 FlĂŒge zur TrĂ€nke erforderlich. Eine Wasserholerin fĂŒhrt 50 AusflĂŒge pro Tag durch. So mĂŒssen 360 Arbeiterinnen ganztĂ€gig Wasser heranschaffen.

Die Familie: Königin (Weisel (4 Jahre)) + 8-40’ Arbeitsbienen als Töchter + 500 – 1000 Drohnen als Söhne

Weiselpheromon: DrĂŒsensekret zum Anziehen von Arbeiterinnen, Hemmung der Eierstockentwicklung, Anlocken der Drohnen zur Begattung in den Tod. Begattung mit 15-20 Drohnen einmalig im Königinnenleben am Drohnensammelplatz.

Arbeitsbienen (6 Wochen) altersabhĂ€ngig arbeitsteilig: NestgrĂŒndung, Verteidigung, Brutpflege, Nahrungssammlung (Pollen, Wasser) und Abdichten des Stocks mit Kittharzen, WinterwĂ€rme erzeugen (13°/ Jungbienen mit Nahrungsvorrat)

Drohnen nur fĂŒr die Begattung, werden bei Drohnenschlacht im August aus den Stock vertrieben. Sie entstehen aus unbefruchteten Eizellen, sechseckigen, grĂ¶ĂŸeren Zellen.

ErnĂ€hrung und Lage der Zelle entscheidet ĂŒber Königinnennachwuchs. Schwarmbetrieb mit Vor- und NachschwĂ€rmen. Jungköniginnen schwĂ€rmen und verbleiben im Stock, Weiselzellen werden anschließend zerstört.

Bienentanz zur Anzeige der besten Futterquellen

 

4.     Technik der Imkerei, Bienenzucht und Vermehrung

Wurde beim Besuch des Imkers Lothar Pakusch erlÀutert.

Abmarsch

Hochbeet

BegrĂŒssung

Unterstand

Der Stock

BauplÀne

BelĂŒftung

Wabe

Drohnen-Aussc hnitt

Ältere Wabe

Details

Hebevorrichtun g

Königin im Aufzuchtrahme n

Rauch beruhigt

RĂ€hmchen-auf bau

Gewimmel auf Wabe

etwas nÀher

Zur Mitte hin dichter

Weisel- ansatz

Frau fasst an

Honig schmeckt

Mit Kaffee und Likör

FachmÀnner unter sich

Einfach lecker

 

5.     Bienenhalter und ZĂŒchter in Frömern (wird noch ergĂ€nzt)


Name

Adresse

Anzahl Völker

aktiv von

bis

Standort

Lange

Ibbingsen 6

bis 4

1889

1955

Obsthof hinter Haus

Walter Kleemann/ Wilhelm König

Bakenberg 1

bis 16

ca. 1955

ca. 1985

Obsthof am Haus

Friedrich Wecke

Auf dem Spitt

bis 4

1980

Am Bahndamm

Lothar Pakusch

Kesseborn 53

bis 8

Im Garten

Friedrich Kleemann

MĂŒhlenweg

bis 4

2003

Im Garten / Obsthof

Egon Neubauer

Kesseborn 47

10 bis 16

Geißkamp / Bakenberg

Wilhelm Sudhoff /Friedrich Hunke

Brauerstrasse / Sybrechtplatz

Garten

6.      Organisation /Adressen