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Ladegastorgel

Die Ladegastorgel

in der Johanneskirche in Frömern wird zu Recht die Königin der Instrumente genannt.
Dies betrifft sowohl den Klang als auch den Aufwand  für Instandhaltung und Renovierung.

Die letzte Renovierung war im Sommer 2002. Aspergillus Spezies (Schimmelpilz) hatte sich angesammelt und mußte entfernt werden.

Gleichzeitig wurden bei  der Demontage notwendige Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Begleitet wurd das Ganze durch Gutachter der Landeskirche und des Denkmalschutzes.

Für Interessierte und Liebhaber der Orgelmusik steht unter

www.ladegast-kollegium.de

eine komplette Auflistung aller Ladegast-Orgeln sowie eine ausführliche Link-Liste zur Verfügung.

    Die durchgeführten Arbeiten bei der Renovierung:

    1. Bestandsaufnahme vom Instrument, einschl.   Mensuren, Aufschnitthöhen usw. anfertigen bzw vorhandene Unterlagen ergänzen.
    2. Erneuerung des  Kreiselgebläses. von 1909
    3. Demontage der Orgel, Beseitigung der Schimmelablagerungen (Aspergillus Spezies) an allen Bauteilen, Reinigung des kompletten  Orgelwerks.
    Der Schimmelpilzbefall hat alle Holzteilen der Orgel erfaßt, insbesondere sind die Innenwände der Holzpfeifen bis zu den Labienbereichen komplett befallen.  Am stärksten ist das Schwellwerk befallen.
    Präventionsbehandlung der Bauteile.
    4. Nach-Regulierung und Einstellung der Traktur (Durchstecher / Heuler beseitigen)
    5. Kontrolle der Windladen auf Risse, ggf. Reparatur.
    6. Überprüfung, Optimierung des 2.Manuals bezüglich der Windstößigkeit (Stoßfänger wurden demontiert)
    7. Komplette Erneuerung der Leder-Lagerstellen der Metallwinkel (Abstraktenangriffspunkte).
    8. VDE-gerechter Umbau der elektrischen Betätigungs- und Kontrollelemente.
    9. Abdichtung einiger Spundverschlüsse an den Manualwindkästen.
    10. Ausbesserung der Putzschicht hinter der Orgel an der Westwand in Zusammenarbeit mit dem Bauamt
    11. Erneuerung aller Lederdichtungen der Pfeifenhüte von gedeckten Metallpfeifen .
    12. Fachgerechte Abdichtung gerissener Holzpfeifen. Bisherige Abdichtung erfolgte mit Warmleim und Lederflicken; diese sind abgelöst.
    13. Nacharbeit des Innenanstrichs des Schwellkastens (Farbe bröselt ab)
    14. Reversible Fixierung/ Rastrierung der 4-' Flöte im Positiv unter Einhaltung denkmalpflegerischer Grundsätze.
    15. Fixieren der durch Trocknung losen  Füllungen des Schwellwerkgehäuses (3x), sowie der losen Füllungen im Gehäuse.
    16. Entfernen von Filz- und Bleistift- Numerierungen auf der Registerstaffelei  (Eichenholz) oberhalb der Manubrien.
    17. Kontrolle und Behandlung akuten Anobienbefalls an dem Ständerwerk des dritten Kastenbalges.
    18.  Einbringen von Kaltlicht-Quellen im Orgelinneren und oberhalb des Balghauses imTurm.
    19.  Renovierung der Kastenbalganlage.
    20.  Optimierung der mechanisch-pneumatischen Steuerung der Balganlage, um eine möglichst originalgetreue Windversorgung wieder herzustellen. Übersetzung 1:2 wurde eingebaut.
    21.  Intonation der Orgel nach Überholung.
    22.Abnahme durch Orgelsachverständigen.
    Zusätzlich: Nummerierung der Register und Höhenverstellbarkeit der Spielbank.

    Die Arbeiten wurden zu aller Zufriedenheit durchgeführt durch den Orgelbau Merten aus Grafschaft / Gelsdorf (
    www.orgelbau-merten.de ) .